WhatsUp Gold Fachartikel IT Administrator

Im Test: WhatsUp Gold 2019

Immer über den Zustand der IT auf dem Laufenden zu sein, ist der Wunsch eines jeden Administrators. Doch oft bleibt nicht die Zeit, alle Geräte im Blick zu haben. Eine Monitoringsoftware hilft dabei, alles im Auge zu behalten. Wie die brandneue Version 2019 von WhatsUp Gold Licht ins Dunkel bringt, haben wir getestet – und waren von der Flexibilität positiv überrascht.

Das moderne Dashboard von WhatsUp Gold 2019 gibt einen ersten Überblick über den Zustand der Geräte.
Mit WhatsUp Gold hat Ipswitch schon seit Jahren eine Monitoringsoftware im Programm. Wir haben die im April in der Version 2019 veröffentlichte Lösung auf einem Windows-Server installiert. Dabei mussten wir direkt eine Hürde nehmen, da die Routine die Installation auf einem Domänencontroller verweigerte. Auch die Installation unter Linux ist nicht möglich, was im Rahmen der Anschaffung zusätzliche Lizenzkosten für eine Windows-Server-Lizenz bedeutet. Sehr gut gefallen hat uns aber, dass WhatsUp Gold auf den zu überwachenden Geräten keine zusätzlichen Agenten benötigt, sondern die Informationen über Ping, SMNP und WMI einsammelt. Dadurch lassen sich mit der Software alle Netzwerkgeräte abfragen, die mindestens eine IP-Adresse haben und vom Server aus erreichbar sind. Die Administration nahmen wir über eine moderne Webkonsole vor. Das bot den Vorteil, dass wir so auch von unserem Arbeitsplatzrechner über einen Browser das System verwalteten und keine Remote-Desktopverbindung benötigten.

Die Daten speichert das System in einer Microsoft-SQL-Datenbank ab. Auf Wunsch installierte das Setup Microsoft SQL Express Server 2014 SP2 mit, der für die Abfrage von bis zu 500 Geräten ausreichen soll. Die nötige Speicherkapazität hängt aber auch davon ab, wie viele Dienste pro Gerät zu überwachen sind, da WhatsUp Gold alle Daten wie auch die Konfiguration und das Reporting in Echtzeit in die Datenbank schreibt und keine Informationen in zusätzlichen Dateien ablegt. Das bietet den Vorteil, dass der Administrator bei einer Neuinstallation sowie dem Umzug der Software oder des Datenbankservers lediglich die Datenbankinstanz übernehmen muss. Damit stehen die gesamte Konfiguration und alle bisherigen Daten wieder zur Verfügung. Ein aufwendiger Export und Import sind so nicht mehr notwendig. Bei größeren beziehungsweise umfangreicheren Infrastrukturen empfiehlt Ipswitch aus Performancegründen den Einsatz eines vollwertigen SQL Servers.

Fazit
Mit WhatsUp Gold 2019 hat Ipswitch eine solide Monitoringsoftware im Angebot, die neben der Standartüberwachung der Erreichbarkeit von Geräten auch Performancemonitoring kann und sogar die Funktionsweise von Applikationen prüft. Komplett agentenlos bauen die Entwickler auf SMNP und WMI, um mehr Informationen von den Geräten zu erhalten. Mit den hinterlegten Logindaten hat sich die Lösung an den Geräten angemeldet und konnte so Daten abfragen, die sonst nicht zugänglich sind. Nur die Anmeldung mit SSH-Keys unterstützt die Funktion nicht.

Vom ersten Durchsuchen des Netzwerks bis zum angelegten Monitor vergehen nur wenige Minuten. Standardabfragen richtet das System automatisch ein. Zusätzliche Monitore konnten wir nach eigenen Bedürfnissen hinzufügen. Auch die Überwachung von Clouddiensten wie Azure und AWS gehört zum Repertoire der Amerikaner. Dazu passt auch die Nutzung von WhatsUp-Remote-Servern, um damit entfernte oder in sich gekapselte Netzwerke zu überwachen. Schade finden wir, dass das Unternehmen ausschließlich auf Windows als Betriebssystem setzt, da gerade Monitoringlösungen dafür prädestiniert sind, unter Linux ihren Dienst zu tätigen.

Bei der Lizenzierung setzt der Hersteller auf das klassische Lizenzmodell nach überwachten Geräten, bei dem einige Monitore separat zu bezahlen sind. Alternativ gibt es ein Punktemodell, bei dem die Funktionen unterschiedlich viele Punkte kosten. Gut gefallen hat uns, dass die Mindestanforderung an ein zu überwachendes Gerät lediglich die Erreichbarkeit per Ping ist. Damit können Administratoren jedes IP-fähige Gerät, wie natürlich Server- und Desktopcomputer, aber auch Switches, Router, IP-fähige Stromleisten, Steuerungsmodule, Kameras, Produktionsstraßen und vieles mehr im Auge behalten.

Den kompletten Test finden Sie in Ausgabe 06/2019 ab Seite 30.

27.05.2019/dr/Sandro Lucifora

Quelle: https://www.it-administrator.de/fachartikel/300517.html

 

- Freising, 05.10.2018

STIWA bringt mit Ipswitch Licht in die Schatten-IT

Die STIWA Group ist eine international erfolgreiche Unternehmensgruppe, zu der die STIWA Holding GmbH und deren operative Tochterunternehmen zählen. Das im oberösterreichischen Attnang-Puchheim beheimatete, 1972 gegründete metallverarbeitende Unternehmen ist in zweiter Generation inhabergeführt. Als führendes Unternehmen im Bereich der Hochleistungsautomation ist STIWA vor allem in den Bereichen Automation, Zulieferproduktion von Automotive-Teilen und Software tätig. Zu den weiteren Geschäftsbereichen zählen die Labor- und Gebäudeautomation. Derzeit betreibt STIWA neben dem Stammwerk in Attnang acht weitere Standorte in Österreich, China, den USA und Deutschland. Mit einer ständig wachsenden, hoch ausgebildeten Belegschaft von derzeit mehr als 1.800 Mitarbeitern, ist das Unternehmen der Inbegriff des österreichischen Mittelstandes.

Den Wildwuchs an Lösungen durch eine einheitliche Lösung ersetzen

Seit ihrer Gründung wächst STIWA stetig. Mit der Zeit entwickelten sich jedoch nicht nur neue Standorte, Unternehmenszweige und Fachabteilungen, sondern auch die IT und mit ihr immer mehr Strukturen, die den Austausch von Daten bewerkstelligen sollten. „Zu Beginn waren das FTP-Lösungen, die den Zweck erfüllten, aber die alles andere als komfortabel waren“, erklärt der zuständige IT-Systemspezialist bei STIWA. „Die Vielzahl an verschiedenen Lösungen konnte man nur als Wildwuchs bezeichnen. Für den Datenaustausch mit verschiedenen Parteien gab es unterschiedliche Prozesse und technische Lösungen. Manche Parteien konnten über E-Mail nur begrenzte Dateigrößen versenden oder empfangen. Auch wir hatten die Dateigröße beim Empfang begrenzt, um nicht von sehr großen Dateien überwältigt zu werden. Die Herausforderung bestand darin, dieses Dickicht an Lösungen, darunter E-Mail, FTP und Filesharing-Lösungen wie Dropbox, mit einer einheitlichen Lösung zu ersetzen.“

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