Network Monitoring und Analyse Infografik

Ein gut funktionierendes Netzwerk bedarf der ständigen Überwachung. Was geht vor, ist alles normal, gibt es Besonderheiten, Auffälligkeiten? Wenn Unregelmäßigkeiten vorliegen, was ist zu tun, wie kommt man schnell wieder zum Normalzustand? Festzulegen ist, welche Netzwerkkomponenten (Hardware, Software, Dienste, virtuelle Komponenten, Datenbanken, Webanwendungen, Webkomponenten etc.) in welcher Weise überwacht werden müssen.

Fehlermanagement als Aufgabe

Zu einem professionellen Fehlermanagement gehört, Fehler zu erkennen, zu dokumentieren, sie zu melden und die Fehler durch geeignete Maßnahmen abzustellen. Natürlich sollte man Fehler erkennen, bevor die User diese bemerken oder in der produktiven Arbeit behindert werden. Weiterhin muss man im Griff haben, welche Vorgänge im Netzwerk mit welchen Häufigkeiten vorliegen, also gilt es, entsprechende Statistiken aufzubauen oder zu generieren. Und schließlich muss ein jederzeitiger Überblick gegeben sein, wer unter welchen Umständen auf welche Ressourcen Zugriff hat.

Im Fehlerfall muss das Überwachungssystem möglichst schnell entsprechende fundierte Gegenmaßnahmen ermöglichen. Dafür ist ein Rückgriff auf die automatisch erstellten Aufzeichnungen des Monitoringsystems (z. B. Logdateien, Fehlerspeicher, die entsprechenden Aufzeichnungen von Applikationen und Geräten) ein wichtiger Schritt. Gleichzeitig muss natürlich das Monitoringsystem die wichtigsten in verschiedenen Systemen vorgehaltenen Logdaten seinerseits auswerten.

Hohe Anforderungen verlangen Automation

Die unglaubliche Fülle von Anforderungen an modernes Netzwerkmonitoring ist nur durch entsprechende Automatisation zu bewerkstelligen. Das eingesetzte System muss insbesondere damit umgehen können, dass die IT-Landschaft in der Regel ständigem Wandel unterliegt. Weiterhin muss geklärt werden, welche Gefahr droht: Harmlose Unregelmäßigkeit oder extrem bedrohlicher Vorfall?

Warnungen müssen also abgestuft erfolgen, je nachdem, wie gravierend Ereignisse sind. Empfehlenswert sind Warnhinweise, die generiert werden, wenn ein Schwellwert über- oder unterschritten wird. Extrem wichtig ist, dass das Überwachungssystem genau jene Reports erzeugt, die dem Verantwortlichen exakt die Hinweise liefern, die er im Desasterfall braucht.

Das Monitoring sollte möglichst die gesamte Infrastruktur erfassen, alle Netzwerkkomponenten, und die entsprechenden Leistungskennzahlen müssen im Griff sein. Das System erkennt alle relevanten Veränderungen und liefert detaillierte Daten, anhand derer zu beurteilen ist, ab wann eingegriffen werden muss.

Moderne, gute Monitoringsysteme erfüllen alle Anforderungen der Praxis. Es sind mächtige Tools mit gewaltigem Funktionsumfang, die über viele Jahre immer weiterentwickelt worden sind.  In einem System wie WhatsUp Gold und PRTG von Paessler sind vielerlei Hilfen, vordefinierte Features und anpassbare Vorlagen inbegriffen. Das System lässt sich sehr gut auf die individuellen Bedürfnisse anpassen. Für Statistiken über Durchsatz oder Antwortzeiten auf allen Netzwerkschichten (MAC, IP, Anwendung) liefern Tools wie das Allegro Multimeter wertvolle Information und erleichtern somit die Adminstration.

Open Source, Monitoring mit gebremstem Schaum

Generell kann auch Open Source einiges leisten. Netzwerkmanagement muss unter sich zum Teil schnell ändernden Umständen aussagekräftige Informationen und Entscheidungsgrundlagen beibringen. Daher sollte kritisch hinterfragt werden, ob Open Source-Lösungen die gesamte geforderte Bandbreite unter allen Umständen und jederzeit abdecken können. Beispielsweise kann es sein, dass Mitarbeiterwechsel große Schwierigkeiten heraufbeschwört oder der Support nicht immer in benötigter Weise sichergestellt ist. Notwendige Anpassungen sind eventuell alle im eigenen Bereich zu programmieren und zu pflegen.

Einerseits ist dabei zu überlegen, ob der Aufwand wirklich in jedem Fall hinter der Ersparnis zurückbleibt, zum anderen besteht in diesem Fall die Abhängigkeit von der Person im eigenen Unternehmen, die die Programmierung vorgenommen hat.

Daher kann es durchaus sinnvoll und auch unter kommerziellen Gesichtspunkten vorteilhaft sein, die Migration auf Standardsoftware ins Auge zu fassen. Die zur Verfügung stehenden Spitzen-Standardtools sind hoch entwickelt, bieten eine gewaltige Bandbreite an Möglichkeiten und stehen in definierter Qualität zur Verfügung. Gleichzeitig ist sichergestellt, dass sowohl der Support zum Status Quo als auch Support und Entwicklung in Richtung neu auftauchender Anforderungen gesichert ist. Open Source hat seinen Stellenwert, im Businessumfeld gibt es jedoch Schwachstellen, die man keinesfalls außer Acht lassen sollte.

 

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